BRIXLEGG. Für Magdalena Hohlrieder, Process & Mechanical Engineer am Standort Kundl, war der Einstieg in die Technikbranche keine Selbstverständlichkeit. „Am Anfang hatte ich Bedenken, ob ich als Frau in diesem Umfeld wirklich akzeptiert werde“, erzählt sie. Doch bei SPIEGLTEC erlebte sie das Gegenteil: „Von Anfang an stand mein Engagement im Mittelpunkt. Hier entscheidet, was man kann – nicht, welches Geschlecht auf dem Personalausweis steht.“ Besonders schätzt sie die individuellen Entwicklungsmöglichkeiten und die wertschätzende Arbeitskultur, die ihr halfen, schnell Verantwortung zu übernehmen.
Auch Christine Skrabl, alleinerziehende Mutter und Ingenieurin in Brixlegg, bestätigt: „Ohne die flexiblen Arbeitszeiten und die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten, wäre mein Job als Vollzeit-Ingenieurin kaum machbar. Bei SPIEGLTEC kann ich meine Kinder betreuen und eine anspruchsvolle technische Karriere verfolgen – das ist kein Widerspruch.“ Für sie ist klar: „Es braucht Unternehmen, die Frauen nicht nur einstellen, sondern ihnen auch echte Perspektiven bieten.“
Dass immer noch zu wenige Frauen den Weg in technische Berufe finden, liegt oft an strukturellen Hürden. SPIEGLTEC setzt hier auf moderne Arbeitszeitmodelle, die unterschiedliche Lebensphasen berücksichtigen:
„Technik ist kein Männerberuf – aber sie wird oft noch so wahrgenommen“, sagt Geschäftsführer Christian Peintner. „Deshalb müssen wir aktiv gegensteuern: mit flexiblen Rahmenbedingungen, die Frauen langfristig im Unternehmen halten, und mit Vorbildern, die zeigen, dass eine Karriere in MINT möglich ist.“
Mit einem Frauenanteil von 22 Prozent liegt SPIEGLTEC zwar über dem Branchendurchschnitt, sieht aber noch Potenzial. „Wir wollen diesen Anteil in den kommenden Jahren weiter steigern“, betont Peintner. Dafür setzt das Unternehmen auf frühe Förderung:
„Viele junge Frauen trauen sich technische Berufe einfach nicht zu – weil sie zu wenige Vorbilder haben“, erklärt Laura Dachauer, Absolventin des dualen Studiums „Smart Building Solutions“. „Genau das wollen wir ändern: Wir zeigen, dass Technik spannend, vielfältig und zukunftssicher ist – für alle.“
Der Fachkräftemangel in MINT-Berufen betrifft auch Tirol. „Wenn wir mehr Frauen für Technik gewinnen, sichern wir nicht nur unsere eigene Zukunft, sondern stärken den gesamten Standort“, sagt Peintner. Besonders im Tiroler Unterland, wo viele Industrie- und Handwerksbetriebe nach qualifizierten Kräften suchen, sei Diversität ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.