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Neue Wege Im Arbeitsleben

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1.000 Arbeitsplätze für Kirchbichl: Balmung baut HorizonQuarter image
Arbeitgeber im Fokus

1.000 Arbeitsplätze für Kirchbichl: Balmung baut HorizonQuarter

Auf einer ehemaligen Industriebrache in Kirchbichl entsteht ein Großprojekt, das den regionalen Arbeitsmarkt nachhaltig prägen wird: Das „HorizonQuarter“ soll in der Endausbaustufe Raum für bis zu 1.000 Arbeitsplätze bieten. Hinter der Investition von über 110 Millionen Euro steht das Tiroler Familienunternehmen Balmung Medical Gruppe. Mit der Fertigstellung der ersten Logistikhalle und dem Baustart des markanten Bürokomplexes rückt das primäre Ziel des Unternehmens näher: Management, Verwaltung und Logistik sollen künftig an einem zentralen Standort verschmelzen.Strategischer Impuls für den WirtschaftsstandortDie massive Zentralisierung stärkt das Tiroler Unterland als Knotenpunkt der Gesundheitsbranche. Für Engelbert Leobacher, geschäftsführender Gesellschafter von Balmung, ist das Projekt ein zentraler Baustein, um „die internationale Expansionsstrategie langfristig zu sichern“. Durch die Zusammenlegung der Kernbereiche verankert das Unternehmen ein logistisches Schwergewicht im internationalen Medizinhandel fest in der Region.Auch von politischer Seite wird diese Entwicklung gestützt: Laut Landeshauptmann Anton Mattle schaffe das Vorhaben „hochwertige und zukunftssichere Arbeitsplätze in der Region“ und stärke Tirol nachhaltig als Life-Science-Standort.Nach Angaben von Balmung fließen neben den reinen Betriebsabläufen auch forschungsnahe Projekte und neue Gesundheitsinitiativen in das Konzept ein. Für den lokalen Arbeitsmarkt bedeutet das eine spürbare Erweiterung: Neben klassischen Lagerberufen entsteht ein breiter Mix aus qualifizierten Positionen in Logistik, Management und Entwicklung.

Frauen in der Technik: Wie SPIEGLTEC in Tirol Barrieren abbaut image
Arbeitgeber im Fokus

Frauen in der Technik: Wie SPIEGLTEC in Tirol Barrieren abbaut

In einer Branche, die noch immer von Männern dominiert wird, setzt der Tiroler Generalplaner SPIEGLTEC auf gelebte Chancengleichheit. Zum Internationalen Frauentag zeigt das Unternehmen, wie flexible Arbeitsmodelle und Mentoring mehr Frauen für technische Berufe begeistern – direkt vor der Haustür.„Hier zählt Kompetenz, nicht das Geschlecht“ Magdalena Hohlrieder arbeitet als Process & Mechanical Engineer am Standort Kundl und weiß: „Bei uns entscheidet Engagement, nicht das Geschlecht.“ Sie schätzt besonders die individuellen Arbeitszeiten und Homeoffice-Optionen, die ihr helfen, Beruf und Privatleben zu vereinen. „Als Frau in der Technik braucht es Vorbilder – und genau die finden junge Kolleginnen hier.“Flexibilität macht’s möglich Christine Skrabl, alleinerziehende Mutter und Ingenieurin in Brixlegg, bestätigt: „Ohne flexible Arbeitsmodelle wäre mein Job als Vollzeit-Ingenieurin kaum möglich. Hier kann ich Familie und Karriere unter einen Hut bringen – und das in einem Umfeld, das mich fördert.“Vorbilder schaffen Perspektiven Mit einem Frauenanteil von 22 Prozent liegt SPIEGLTEC über dem Branchendurchschnitt. Doch das Unternehmen will mehr: „Wir setzen auf frühe Förderung, etwa durch Schulkooperationen und den Girls’ Day“*, sagt Geschäftsführer Christian Peintner. Ziel ist es, traditionelle Rollenbilder aufubrechen und Mädchen schon früh für MINT-Berufe zu begeistern.Warum das wichtig ist22 % Frauenanteil – ein guter Start, aber noch ausbaufähig.Flexible Arbeitszeiten und Mentoring stärken langfristige Karrieren.Initiativen wie der Girls’ Day machen Technik für junge Frauen erlebbar.Fazit: SPIEGLTEC beweist, dass Technik auch in Tirol kein Männerberuf sein muss – wenn Vertrauen, Förderung und moderne Arbeitsbedingungen stimmen.

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Aus- & Weiterbildung

Tirols Lehrstellen-Dilemma: Warum Jugendliche die Lehre meiden

Tirols Wirtschaft hat ein Problem: Nie gab es mehr offene Lehrstellen – und nie weniger Jugendliche, die sie besetzen wollen. Im Februar 2026 standen 1.169 Ausbildungsplätze nur 465 Bewerber:innen gegenüber, während immer mehr junge Menschen auf höhere Abschlüsse setzen.Im Februar 2026 boten Tirols Betriebe 1.169 Lehrstellen an – ein Rekordplus von 11,1 % gegenüber dem Vorjahr. Doch nur 465 Jugendliche suchten eine duale Ausbildung. Gleichzeitig zeigt sich: Nur noch 40,3 % der arbeitslosen unter 25-Jährigen verfügen maximal über einen Pflichtschulabschluss. Die Folge: Während Akademiker:innen eine Arbeitslosenquote von nur 2,0 % genießen, fehlen Handwerk, Gastronomie und Handel dringend Nachwuchs. Besonders in Tourismus-Hochburgen wie Landeck (-17,5 % Arbeitslosigkeit) oder Schwaz (-4,4 %) werden viele Jobs nur saisonal besetzt, obwohl die Lehre dauerhafte Perspektiven bietet. Die Zahlen hinter dem TrendLehrstellen-Rekord: 1.169 offene Stellen, aber nur 465 Suchende (+5,7 %)Qualifikationslücke: Immer mehr Jugendliche wählen Matura oder StudiumRegionale Unterschiede: Landeck/Imst profitieren von Saisonkräften, Innsbruck (+6,1 %) und Kufstein (+2,0 %) kämpfen mit steigender ArbeitslosigkeitBranchen unter Druck:Bau: 4.259 Arbeitslose, aber viele Stellen unbesetztHandel: +2,3 % Arbeitslose, aber +32,6 % neue StellenGastronomie: +5,8 % Beschäftigte, doch meist saisonalmeinbezirk.atWarum das problematisch ist „Wir haben die Stellen, aber zu wenige passende Bewerber:innen“, warnt das AMS Tirol. Die duale Ausbildung gilt als Erfolgsmodell – doch ohne Nachwuchs drohen Betrieben langfristig leere Werkbänke und Küchen.Fazit: Zeit zum Umdenken Tirols Wirtschaft braucht eine Kehrtwende: weg von der Fixierung auf Saisonkräfte, hin zu einer Stärkung der dualen Ausbildung. Sonst geht der Region nicht nur Know-how verloren, sondern auch die Chance, junge Menschen langfristig zu binden.