Tiroler Erfolgsgeschichten
Worklife Magazin

Wie STIHL Tirol in Langkampfen die Weichen auf Zukunft stellt

Die internationale Industrie steht unter Druck – globale Krisen, veränderte Märkte und technologischer Wandel fordern Unternehmen weltweit heraus. Doch anstatt abzuwarten, geht der Gartengeräte-Spezialist STIHL Tirol in Langkampfen aktiv in die Offensive. Mit einem soliden Jahresumsatz im Rücken, einer klaren Fokussierung im Konzern und wegweisenden Investitionen in Automatisierung und regionale Kooperationen zeigt das Vorzeigeunternehmen, wie moderne Standortsicherung in Tirol heute aussieht.

Stabilität inmitten globaler Marktdynamiken

Ein Blick auf die nackten Zahlen verrät: Das Tiroler Unterland verfügt weiterhin über starke wirtschaftliche Leuchttürme. Mit einem Umsatz von 853 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2025 blickt STIHL Tirol auf eine solide Performance zurück. Ein Plus von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zeigt deutlich, dass die Produkte aus Langkampfen – insbesondere die stark nachgefragten Akku-Technologien wie Rasenmäher und Heckenschneider – im internationalen Premiumsegment hoch im Kurs stehen.

Dennoch ordnet das Management diese Zahlen mit dem nötigen Realismus und kaufmännischer Weitsicht ein. Nach intensiven Wachstumsphasen und getrieben durch temporäre Sondereffekte im vergangenen Jahr stellt sich das Unternehmen bewusst auf ein anspruchsvolleres globales Umfeld ein.

Das wirtschaftliche Umfeld bleibt sehr anspruchsvoll. Wie viele andere Industrieunternehmen ist auch STIHL Tirol von den Veränderungen am Weltmarkt betroffen.

Ralph Schmid, Geschäftsführer STIHL Tirol
Ralph Schmid, Geschäftsführer STIHL Tirol

Die Transformation der Arbeitswelt: Hightech sichert Standorte

Veränderung bedeutet im Falle von STIHL Tirol jedoch keineswegs Rückzug, sondern gezielte Evolution. Der leichte Rückgang der Belegschaft auf 902 Mitarbeitende zum Jahresende ist Teil eines bewussten Konsolidierungskurses, bei dem Effizienz und Zukunftsfähigkeit im Vordergrund stehen. Der Schlüsselbegriff lautet hierbei Fertigungstiefe: Wer Schlüsselprozesse im eigenen Haus behält, macht sich unabhängig von anfälligen globalen Lieferketten.

Wie diese Arbeitswelt von morgen konkret aussieht, zeigt die im März 2026 erfolgreich in Betrieb genommene Hightech-Laserrohrschneidanlage in Langkampfen. Diese vollautomatische, durch moderne Robotik ergänzte Anlage übernimmt die hochpräzise und geräuscharme Bearbeitung von Rohren für Schaftgeräte. Was auf den ersten Blick nach reiner Rationalisierung klingt, ist bei genauerem Hinsehen eine handfeste Aufwertung des Standorts. Die Arbeitsplätze im Werk werden digitaler, anspruchsvoller und erfordern genau jene Fachkraft-Kompetenzen, für die das Tiroler Unterland bekannt ist.

Der Faktor Mensch: Innovationskraft aus der Belegschaft

Dass Automatisierung und menschlicher Erfindergeist Hand in Hand gehen, beweist die Belegschaft in Langkampfen eindrucksvoll selbst. Mit rund 1.000 eingereichten Verbesserungsvorschlägen im Rahmen des betrieblichen Ideenmanagements wurde im vergangenen Jahr ein neuer historischer Rekord aufgestellt. Die Mitarbeitenden gestalten ihren Arbeitsalltag und die Prozesse aktiv mit.

Flankiert wird dieser Teamgeist durch gezielte Programme in den Bereichen Mental Health, Sportangebote und moderne Austauschformate wie das „World Café“, das den abteilungsübergreifenden Dialog zwischen Produktion und Logistik stärkt. STIHL Tirol investiert spürbar in ein wertschätzendes und gesundes Arbeitsumfeld, um als Arbeitgebermarke langfristig attraktiv zu bleiben.

Nach vielen Jahren des Wachstums geht es jetzt darum, den Standort gezielt weiterzuentwickeln

Ralph Schmid, Geschäftsführer STIHL Tirol

Neues Drittkundengeschäft: Ein starker Impuls für die Region

Ein echter strategischer Meilenstein mit großem Mehrwert für die heimische Wirtschaft ist die geplante Öffnung von STIHL Tirol für externe Industriepartner. Das Unternehmen wird künftig seine erstklassige Infrastruktur und sein technisches Know-how – etwa in den hochspezialisierten Messräumen für Schall oder elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) sowie in der Prüfung und Entwicklung – für regionale Partner zugänglich machen.

Diese Öffnung nach außen schafft eine klassische Win-Win-Situation: STIHL Tirol lastet seine hochmodernen Anlagen optimal aus, während kleinere und mittlere Unternehmen im Unterland Zugriff auf eine Prüfinfrastruktur auf Weltniveau erhalten, ohne selbst Millionen investieren zu müssen. Gepaart mit den langfristigen Innovationskooperationen mit Hochschuleinrichtungen wie der FH Kufstein und dem MCI untermauert das Unternehmen seine Rolle als technologischer Schrittmacher und stabiler Anker im Tiroler Unterland.

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Die Gartengerätebranche steht weltweit vor Herausforderungen, doch STIHL Tirol trotzt diesen Widrigkeiten und verzeichnete im Geschäftsjahr 2023 eine beeindruckende Umsatzsteigerung. Trotz des Abschwungs der Sonderkonjunktur während der Coronavirus-Pandemie, hoher Lagerbestände beim Handel und ungünstiger Witterung konnte STIHL Tirol den Umsatz von 768 Millionen Euro im Jahr 2022 auf über 950 Millionen Euro steigern – ein Plus von 24 Prozent.Wachstum und MitarbeiterentwicklungDie positive Geschäftsentwicklung spiegelt sich auch in der Mitarbeiterzahl wider. STIHL Tirol erhöhte die Zahl der Beschäftigten von 799 auf 887, was einer Steigerung von etwa 10 Prozent entspricht. Jan Grigor Schubert, Geschäftsführer von STIHL Tirol, betonte auf der Pressekonferenz die Bedeutung dieser Personalentwicklung. Obwohl das Wachstum in den kommenden Jahren voraussichtlich nicht mehr so stark sein wird wie bisher, bleibt der Trend positiv. Ein weiteres Highlight, das Schubert betonte, war die geringe Fluktuationsrate von nur rund 5 Prozent. Dies zeigt die hohe Zufriedenheit und Bindung der Mitarbeitenden an das Unternehmen.Ausgezeichneter ArbeitgeberSTIHL Tirol wurde vom österreichischen Wirtschaftsmagazin „trend“ im März 2024 zum fünften Mal in Folge als Top-Arbeitgeber eingestuft. Diese Auszeichnung basiert auf umfangreichen Online-Umfragen und Arbeitgeberbewertungen auf Plattformen wie Xing und kununu. Als vielfach ausgezeichneter Arbeitgeber bietet STIHL Tirol sowohl die Sicherheit eines erfolgreichen Familienbetriebs als auch die vielfältigen Möglichkeiten eines internationalen Unternehmens. Die Belegschaft von STIHL Tirol kann sich über eine freiwillige Leistungsprämie für das Jahr 2023 freuen. Der kürzlich ausbezahlte Brutto-Durchschnittsbetrag beträgt 1.100 Euro. Die freiwillige Prämie ist Teil eines Pakets an attraktiven Sozial- und Zusatzleistungen, das STIHL Tirol seiner Belegschaft bietet. Dazu zählen unter anderem eine betriebliche Altersvorsorge, zahlreiche Gesundheits- und Fitnessangebote im Unternehmen, ein freiwilliger Fahrtkostenzuschuss, der Verleih von STIHL Gartengeräten für die private Nutzung sowie das Betriebsrestaurant mit vergünstigten Menüpreisen.New Work in InnsbruckNeue Büroräumlichkeiten in Innsbruck bieten Mitarbeitenden attraktive Arbeitsbedingungen ohne lange Pendelwege. Das moderne Büro, ausgelegt für rund 20 Mitarbeitende, ist nach dem New-Work-Prinzip gestaltet und bietet ideale Bedingungen für konzentriertes Arbeiten sowie Austausch und Erholung. Die zentrale Lage mit guter Verkehrsanbindung und nahegelegenen Einkaufsmöglichkeiten sowie kulinarischen Angeboten macht den Standort besonders attraktiv.Innovationen und technologische FortschritteSTIHL Tirol setzt auf Innovationen und technologische Fortschritte. Die neue Generation von iMOW Mährobotern überzeugt durch App-Steuerung, leistungsstarke Lithium-Ionen-Akkus und intelligentes Fahrverhalten. Mit den neuen Rasenmäher-Serien 2 und 4 wurden 23 Modelle auf den EU-Markt gebracht. Der neue Akku-Zero-Turn-Mäher für den US-Markt ist ein weiteres Highlight.Erfolgreiches Recruiting und LehrlingsausbildungSTIHL Tirol setzt auf starkes Recruiting und gezielte Employer Branding Maßnahmen. Die Erfolge spiegeln sich in der erneuten Auszeichnung mit dem Silbernen Siegel im Rahmen der BEST-RECRUITERS-Studie wider. Auch die Lehrlingsausbildung ist ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensstrategie. Beim Lehrlingswettbewerb „TyrolSkills“ konnten STIHL Tirol Lehrlinge Spitzenplatzierungen erreichen, was die hohe Qualität der Ausbildung und die Förderung junger Talente unterstreicht.Geschäftszahlen seit 201920192020202120222023Mitarbeitende639702770799887Umsatz in 1.000 €456.100576.200715.800768.900953.300FazitSTIHL Tirol zeigt eindrucksvoll, wie ein Unternehmen trotz schwieriger Marktbedingungen wachsen und erfolgreich sein kann. Die strategische Ausrichtung auf doppelte Technologieführerschaft, die konsequente Innovationskraft und die Fokussierung auf die Mitarbeiterzufriedenheit und -entwicklung sind Schlüssel zum Erfolg. Mit Blick auf die Zukunft bleibt STIHL Tirol ein Vorreiter in der Gartengerätebranche und ein attraktiver Arbeitgeber, der sich den Herausforderungen der modernen Arbeitswelt stellt.Im Bild: Jan Grigor Schuber und Thilo Foersch

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