worklife

Arbeiten Im Tiroler Unterland

Arbeit verändert sich - und mit ihr das Tiroler Unterland. worklife erzählt die Geschichten dieses Wandels: von Menschen, die neue Wege gehen, und Arbeitgebern, die Mut zur Veränderung haben.

Philip Keil beim ersten Tag der Ebber Unternehmer
Leadership & Organisationsentwicklung

Fehler sind menschlich, Fehlerketten sind tödlich: Was dein Schreibtisch mit einem Fliegercockpit gemeinsam hat

Februar 2009. Hurghada, Ägypten. Das Wetter ist perfekt. Die Maschine startet, zieht nach oben, geht in eine Steilkurve. Plötzlich passiert es: Windscherung. Ein extremes Wetterphänomen reißt von einer Sekunde auf die andere den Luftstrom an den Tragflächen ab. 77 Tonnen Stahl hängen 150 Meter über dem Boden. Ohne Auftrieb.Bis zum Aufprall bleiben vier Sekunden. Für die Entscheidung bleibt ein, vielleicht zwei Sekunden. Im Cockpit sitzt ein junger Copilot namens Philip Keil. Er reagiert instinktiv, drückt die Nase der Maschine abrupt nach unten und gibt Vollschub. Der Luftstrom kehrt zurück. Die Maschine fängt sich. Er rettet an diesem Tag rund 190 Menschen das Leben. Und was fast niemand glaubt: Nur drei Tage nach diesem Beinahe-Absturz sitzt Keil wieder im Cockpit. Mit einem besseren Gefühl und mehr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten als je zuvor.Während Philip Keil das erzählt, ist es mucksmäuschenstill. Man kann die sprichwörtliche Stecknadel fallen hören. 90 Ebbser Unternehmern stockt fast der Atem. Wir sind mitten im ersten Ebbser Unternehmertag.Vom Cockpit an den SchreibtischDer Sprung aus dem Cockpit an den Schreibtisch wirkt absurd. Hier geht es um Leben und Tod, dort um Deadlines, Budgets und Projekte. Doch wer genau hinsieht, erkennt: Wenn der Druck steigt, die Zeit knapp wird und das Chaos ausbricht, greifen oben in der Luft exakt dieselben psychologischen Mechanismen wie unten im Büro.Philip Keil liefert an diesem Tag keine abenteuerliche Piloten-Folklore. Er zeigt nüchtern, warum wir unter Stress scheitern – und wie wir das Ruder herumreißen. Was hat die Luftfahrt der Arbeitswelt voraus? Sie hat das Zusammenspiel perfektioniert. Die extreme Sicherheit über den Wolken basiert nicht auf fehlerfreien Menschen. Sie basiert auf einer gnadenlosen Klarheit, geboren aus fatalen Irrtümern.Wer bereit ist, alte Denkmuster über Bord zu werfen, findet in Keils Erkenntnissen eine handfeste Blaupause für das eigene Unternehmen. Hier sind vier Prinzipien aus dem Cockpit, die jedes Team sofort übernehmen kann:1. Der Autopilot übernimmt keine VerantwortungIn der Luftfahrt: Viele glauben, der Autopilot fliegt die Maschine allein und Piloten sitzen nur daneben. Falsch. Moderne Technik unterstützt, aber sie entscheidet nicht.Im Unternehmen: Wir verstecken uns im Arbeitsalltag hinter Software-Tools und KI oder verlagern die Verantwortung bequem ins CC-Nirwana endloser E-Mail-Verläufe. Werkzeuge nehmen uns Arbeit ab, aber niemals die Verantwortung für das Ergebnis. Wer gedanklich das Steuer aus der Hand gibt, stürzt ab.2. Rolle schlägt HierarchieIn der Luftfahrt: Lange Zeit herrscht im Cockpit eine klare Hackordnung: Der unantastbare Kapitän und der stumme Copilot. Das führt zu Abstürzen, weil sich niemand traut, den Chef zu korrigieren. Heute gibt es nur Funktionen: „Pilot flying“ (der fliegt) und „Pilot monitoring“ (der überwacht). Bei jedem Flug wird getauscht.Im Unternehmen: Teams scheitern an steilen Hierarchien und dem tödlichen Satz „Das haben wir schon immer so gemacht“. Gerade in Familienbetrieben kennt man das: Der unfehlbare Alt-Meister und der Junior, der lieber abwartet. Wer vorankommen will, muss das Ego vor der Tür lassen. Lasst die Jungen im Projekt fliegen, während die Erfahrenen absichern. Die Jungen lernen aus der Praxis – und die Alten bewahren sich vor Betriebsblindheit. Denn Fliegen lernst du nur durch Fliegen.3. Brich die FehlerketteIn der Luftfahrt: Ein Fehler an sich ist unvermeidbar. Eine Fehlentscheidung in der Luft ist immer noch besser als gar keine Entscheidung. Tödlich ist erst die Fehlerkette – wenn ein Fehler den nächsten auslöst und niemand eingreift.Im Unternehmen: Wir verbringen zu viel Zeit damit, Schuldige zu suchen. Eine offene Fehlerkultur bedeutet: Hand heben, den ersten Patzer sofort benennen und die Kette durchbrechen, bevor ein echter Schaden für den Kunden oder das eigene Unternehmen entsteht.4. „Fly the aircraft“ – Fokus in der KriseIn der Luftfahrt: Keil spielt auf der Bühne das Original-Band von Flug 1549 ein – jener berühmten Notwasserung auf dem Hudson River in New York. 208 Sekunden Funkverkehr. Mitten im absoluten Chaos fokussiert sich Captain „Sully“ auf exakt eine Sache: Fly the aircraft.Im Unternehmen: Wenn der wichtigste Kunde abspringt, die Einkaufspreise plötzlich explodiere, der Server crasht oder man gehakt wird, bricht Panik aus. Wir reagieren nur noch auf Zuruf. Die eiserne Regel lautet dann: Dem Geschehen gedanklich einen Schritt voraus sein („Be ahead of the airplane“) und alle Nebengeräusche ausblenden. Frag Dich nur: Um was geht es hier wirklich? Was ist in dieser Sekunde meine Aufgabe?

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Leadership & Organisationsentwicklung

Fehler sind menschlich, Fehlerketten sind tödlich: Was dein Schreibtisch mit einem Fliegercockpit gemeinsam hat

Februar 2009. Hurghada, Ägypten. Das Wetter ist perfekt. Die Maschine startet, zieht nach oben, geht in eine Steilkurve. Plötzlich passiert es: Windscherung. Ein extremes Wetterphänomen reißt von einer Sekunde auf die andere den Luftstrom an den Tragflächen ab. 77 Tonnen Stahl hängen 150 Meter über dem Boden. Ohne Auftrieb.Bis zum Aufprall bleiben vier Sekunden. Für die Entscheidung bleibt ein, vielleicht zwei Sekunden. Im Cockpit sitzt ein junger Copilot namens Philip Keil. Er reagiert instinktiv, drückt die Nase der Maschine abrupt nach unten und gibt Vollschub. Der Luftstrom kehrt zurück. Die Maschine fängt sich. Er rettet an diesem Tag rund 190 Menschen das Leben. Und was fast niemand glaubt: Nur drei Tage nach diesem Beinahe-Absturz sitzt Keil wieder im Cockpit. Mit einem besseren Gefühl und mehr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten als je zuvor.Während Philip Keil das erzählt, ist es mucksmäuschenstill. Man kann die sprichwörtliche Stecknadel fallen hören. 90 Ebbser Unternehmern stockt fast der Atem. Wir sind mitten im ersten Ebbser Unternehmertag.Vom Cockpit an den SchreibtischDer Sprung aus dem Cockpit an den Schreibtisch wirkt absurd. Hier geht es um Leben und Tod, dort um Deadlines, Budgets und Projekte. Doch wer genau hinsieht, erkennt: Wenn der Druck steigt, die Zeit knapp wird und das Chaos ausbricht, greifen oben in der Luft exakt dieselben psychologischen Mechanismen wie unten im Büro.Philip Keil liefert an diesem Tag keine abenteuerliche Piloten-Folklore. Er zeigt nüchtern, warum wir unter Stress scheitern – und wie wir das Ruder herumreißen. Was hat die Luftfahrt der Arbeitswelt voraus? Sie hat das Zusammenspiel perfektioniert. Die extreme Sicherheit über den Wolken basiert nicht auf fehlerfreien Menschen. Sie basiert auf einer gnadenlosen Klarheit, geboren aus fatalen Irrtümern.Wer bereit ist, alte Denkmuster über Bord zu werfen, findet in Keils Erkenntnissen eine handfeste Blaupause für das eigene Unternehmen. Hier sind vier Prinzipien aus dem Cockpit, die jedes Team sofort übernehmen kann:1. Der Autopilot übernimmt keine VerantwortungIn der Luftfahrt: Viele glauben, der Autopilot fliegt die Maschine allein und Piloten sitzen nur daneben. Falsch. Moderne Technik unterstützt, aber sie entscheidet nicht.Im Unternehmen: Wir verstecken uns im Arbeitsalltag hinter Software-Tools und KI oder verlagern die Verantwortung bequem ins CC-Nirwana endloser E-Mail-Verläufe. Werkzeuge nehmen uns Arbeit ab, aber niemals die Verantwortung für das Ergebnis. Wer gedanklich das Steuer aus der Hand gibt, stürzt ab.2. Rolle schlägt HierarchieIn der Luftfahrt: Lange Zeit herrscht im Cockpit eine klare Hackordnung: Der unantastbare Kapitän und der stumme Copilot. Das führt zu Abstürzen, weil sich niemand traut, den Chef zu korrigieren. Heute gibt es nur Funktionen: „Pilot flying“ (der fliegt) und „Pilot monitoring“ (der überwacht). Bei jedem Flug wird getauscht.Im Unternehmen: Teams scheitern an steilen Hierarchien und dem tödlichen Satz „Das haben wir schon immer so gemacht“. Gerade in Familienbetrieben kennt man das: Der unfehlbare Alt-Meister und der Junior, der lieber abwartet. Wer vorankommen will, muss das Ego vor der Tür lassen. Lasst die Jungen im Projekt fliegen, während die Erfahrenen absichern. Die Jungen lernen aus der Praxis – und die Alten bewahren sich vor Betriebsblindheit. Denn Fliegen lernst du nur durch Fliegen.3. Brich die FehlerketteIn der Luftfahrt: Ein Fehler an sich ist unvermeidbar. Eine Fehlentscheidung in der Luft ist immer noch besser als gar keine Entscheidung. Tödlich ist erst die Fehlerkette – wenn ein Fehler den nächsten auslöst und niemand eingreift.Im Unternehmen: Wir verbringen zu viel Zeit damit, Schuldige zu suchen. Eine offene Fehlerkultur bedeutet: Hand heben, den ersten Patzer sofort benennen und die Kette durchbrechen, bevor ein echter Schaden für den Kunden oder das eigene Unternehmen entsteht.4. „Fly the aircraft“ – Fokus in der KriseIn der Luftfahrt: Keil spielt auf der Bühne das Original-Band von Flug 1549 ein – jener berühmten Notwasserung auf dem Hudson River in New York. 208 Sekunden Funkverkehr. Mitten im absoluten Chaos fokussiert sich Captain „Sully“ auf exakt eine Sache: Fly the aircraft.Im Unternehmen: Wenn der wichtigste Kunde abspringt, die Einkaufspreise plötzlich explodiere, der Server crasht oder man gehakt wird, bricht Panik aus. Wir reagieren nur noch auf Zuruf. Die eiserne Regel lautet dann: Dem Geschehen gedanklich einen Schritt voraus sein („Be ahead of the airplane“) und alle Nebengeräusche ausblenden. Frag Dich nur: Um was geht es hier wirklich? Was ist in dieser Sekunde meine Aufgabe?

3.000 Arbeitsplätze und 580 Unternehmen. Der Wirtschaftsfaktor Ebbs. image
Regionale Wirtschaft

3.000 Arbeitsplätze und 580 Unternehmen. Der Wirtschaftsfaktor Ebbs.

Ebbs ist klein. Seine Wirtschaft ist es nicht. 580 Betriebe. Rund 3.000 Arbeitsplätze. Acht Unternehmen unter den Top 100 des Bezirks Kufstein – das stärkste mit 136 Millionen Euro Umsatz. Und das alles in einer Gemeinde mit 6.000 Einwohnern. Beim Ebbser Unternehmertag wurde sichtbar, welche Kraft hinter diesen Zahlen steckt.Vom Messecharakter zum neuen FormatAngefangen hat alles mit der Businessmeile. Daraus wurden die Ebbser Wirtschaftstage – drei Jahre lang ein Erfolg. Doch das Format hatte Messecharakter und war nicht mehr zeitgemäß. Die Gemeinde wollte mehr und legte eine Pause ein.Drei Jahre später wurde neu gedacht. Der Leitsatz: Das Bessere ist der Feind des Guten. Im Vordergrund stand die Qualität, nicht die Fläche – und der Wunsch, den Unternehmen etwas zurückzugeben. Heraus gekommen ist der Ebbser Unternehmertag, am Freitag, 19. Juni, im Gasthaus Sattlerwirt.Acht Betriebe unter den Top 100Wie stark Ebbs als Wirtschaftsstandort ist, zeigt die Echo-Liste der 100 umsatzstärksten Unternehmen im Bezirk Kufstein. Acht davon sitzen in Ebbs. Viele davon suchen laufend Fachkräfte auf unterland.jobs. Hier geht’s zu den aktuellen Jobangeboten in Ebbs. Liste der 8 umsatzstärksten Unternehmen in Ebbs: 3con – Platz 18, 136 Mio. Euro Umsatz, 747 BeschäftigteTirolia Spedition – Platz 23, 99,5 Mio. Euro Umsatz, 90 BeschäftigteRecon Europe GmbH – Platz 30, 92 Mio. Euro Umsatz, rund 100 Beschäftigte (allein am Standort Ebbs)PeakLogistics – Platz 55, rund 47 Mio. Euro Umsatz, 52 BeschäftigteUnternehmensgruppe Freisinger – Platz 73, rund 33 Mio. Euro Umsatz, 165 BeschäftigteTransportex – Platz 85, rund 30 Mio. Euro Umsatz, 33 BeschäftigteGKI Sanitär-Vertriebs GmbH – Platz 92, rund 28 Mio. Euro Umsatz, 33 BeschäftigteKleen-Tex Industries GmbH – Platz 99, rund 25 Mio. Euro Umsatz, 29 BeschäftigteQuelle: Echo Top 100, Bezirk KufsteinEbbs ist mehr als die GroßenDoch Ebbs ist mehr als seine Top-100-Betriebe. Viele kleinere Unternehmen tragen den Namen der Gemeinde weit hinaus: Handwerk, Gastronomie, Dienstleistung. Unzählige Unternehmen, die Kunden weit außerhalb von Ebbs haben. Bekannte Wirtshäuser wie der Sattlerwirt, der Oberwirt, der Unterwirt oder die Aschinger Alm locken zudem jährlich Tausende Feinschmecker an. Sie machen Ebbs für viele erst zu Ebbs.280 der 580 Ebbser Betriebe beschäftigen Personal. Unterm Strich arbeiten hier mehr Menschen, als im erwerbsfähigen Alter leben – das macht Ebbs zur Einpendler-Gemeinde. Der Standort zieht Arbeitskräfte aus der ganzen Umgebung an und wird zudem immer beliebter als Wohnort mit hervorragender Infrastruktur.

Weiterbildung in Teilzeit 2026: Wer zögert, geht leer aus. image
Aus- & Weiterbildung

Weiterbildung in Teilzeit 2026: Wer zögert, geht leer aus.

Du willst Dich weiterbilden, ohne Deinen Job aufzugeben? Dann zählt ab jetzt jede Woche. Seit 8. Juni 2026 ist die alte Bildungsteilzeit Geschichte. An ihre Stelle tritt die Weiterbildungsteilzeit – mit höheren Hürden, einem gedeckelten Budget und ohne Rechtsanspruch. Wer zu lange überlegt, verliert: nicht den Job, aber die Förderung.Die Idee bleibt dieselbe: Arbeitszeit reduzieren, sich qualifizieren, einen Teil des Verdienstentfalls vom AMS ersetzt bekommen. Nur die Spielregeln sind strenger. Worauf es jetzt ankommt – und warum Tempo zählt.Das ändert sich konkretZwölf Monate Vorlauf: Die Förderung gibt es nur, wenn Du mindestens zwölf Monate ununterbrochen beim aktuellen Arbeitgeber vollversicherungspflichtig beschäftigt warst. Früher reichten sechs.Vier Jahre für Akademiker: Mit abgeschlossenem Master- oder Diplomstudium brauchst Du vier Jahre vollversicherungspflichtige Beschäftigung – davon zwölf Monate beim aktuellen Betrieb.Arbeitszeit klar geregelt: Du reduzierst zwischen 25 und 50 Prozent Deiner Normalarbeitszeit. Unter zehn Wochenstunden darfst Du dabei nicht fallen.Mehr Lernnachweis: Mindestens zehn Stunden pro Woche in Präsenz oder Live-Online, beim Studium zehn ECTS pro Semester. Mit Betreuungspflichten für Kinder unter sieben Jahren sind es acht Stunden bzw. acht ECTS.Sperrfrist nach der Karenz: Direkt aus der Elternkarenz in die geförderte Weiterbildungsteilzeit? Geht nicht mehr. Dazwischen müssen 26 Wochen liegen.150 Millionen – und dann ist SchlussDie brisanteste Änderung steht nicht bei den Voraussetzungen. Sie steht im Budget.Für Weiterbildungszeit und Weiterbildungsteilzeit zusammen stehen dem AMS bundesweit maximal 150 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung. Mehr nicht.Für Dich heißt das: First come, first served. Plane Deine Höherqualifizierung, stelle den Antrag rechtzeitig über MeinAMS – und schiebe ihn nicht auf die lange Bank. Ist der Topf leer, gibt es keinen Cent mehr. Einen Rechtsanspruch auf die Förderung hast Du nämlich nicht.

Aufschwung am Arbeitsmarkt: Das Tiroler Unterland im Mai 2026 image
Arbeitsmarkt & Trends

Aufschwung am Arbeitsmarkt: Das Tiroler Unterland im Mai 2026

Der Arbeitsmarkt im Tiroler Unterland zeigt sich im Mai 2026 von seiner starken Seite. Die Arbeitslosenzahlen in den Bezirken Kufstein, Kitzbühel und Schwaz sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken – und das zum Teil deutlich stärker als im Tiroler Landesschnitt. Für Arbeitssuchende und Unternehmen gleichermaßen bringen die aktuellen Daten viel Dynamik in die Region. Wir werfen einen detaillierten Blick auf die Fakten.Kitzbühel: Fulminanter Rückgang der ArbeitslosigkeitDer Bezirk Kitzbühel ist der klare Spitzenreiter bei der positiven Arbeitsmarktentwicklung. Mit 952 vorgemerkten arbeitslosen Personen verzeichnete der Bezirk im Mai 2026 einen massiven Rückgang von 12,6 % im Vergleich zum Vorjahresmonat.Profiteure des Aufschwungs: Besonders bemerkenswert ist der Rückgang bei den Frauen, wo die Arbeitslosigkeit um beachtliche 21,6 % sank. Auch junge Menschen fassen leichter Fuß: Die Arbeitslosigkeit der unter 25-Jährigen reduzierte sich um 21,5 %.Arbeitslosenquote: Mit einer Quote von 6,7 % (Stand April 2026) liegt der Bezirk stabil im regionalen Gefüge.Kufstein: Solide Entwicklung und starker StellenmarktIm Bezirk Kufstein zeigt sich eine sehr solide und erfreuliche Entwicklung. Die Zahl der Arbeitslosen lag im Mai bei 2.086 Personen, was einem Rückgang von 6,7 % gegenüber 2025 entspricht.Arbeitskräfte gesucht: Der Arbeitsmarkt bietet hier besonders viele Chancen, denn Kufstein meldet starke 1.120 sofort verfügbare offene Stellen.Demografische Details: Wie in Kitzbühel profitierten auch in Kufstein Frauen (-11,7 %) und junge Menschen unter 25 Jahren (-22,4 %) überdurchschnittlich stark vom Beschäftigungswachstum. Die generelle Arbeitslosenquote beläuft sich in Kufstein auf moderate 5,5 %.Schwaz: Stellenboom trotz moderaterem ArbeitslosenrückgangDer Bezirk Schwaz verzeichnete im Mai 1.890 Arbeitslose. Mit einem Minus von 3,2 % ist der Rückgang hier zwar moderater als in den Nachbarbezirken, offenbart aber eine spannende interne Dynamik.Verschiebung der Geschlechter: Im Gegensatz zum restlichen Unterland gab es bei den Frauen in Schwaz einen leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit um 1,1 %, während sie bei den Männern um 7,8 % sank. Auch bei den unter 25-Jährigen gab es ein leichtes Plus von 4,8 %.Rekord beim Stellenangebot: Ein enorm starkes Signal für Arbeitssuchende ist der Stellenmarkt. Die Zahl der sofort verfügbaren offenen Stellen schoss in Schwaz um 15,7 % auf 1.052 nach oben. Das bedeutet exzellente Chancen für Wechselwillige im Bezirk. Die Arbeitslosenquote liegt hier bei 6,3 %.Das Unterland schlägt den LandestrendDer übergreifende Tirol-Vergleich unterstreicht die Wirtschaftskraft des Unterlands. Während in ganz Tirol die Arbeitslosigkeit im Mai 2026 um 2,6 % auf 17.882 Personen sank , zogen Kitzbühel (-12,6 %) und Kufstein (-6,7 %) den Landesschnitt maßgeblich nach oben.Fazit: Die Region boomt. Sinkende Arbeitslosenzahlen und Tausende sofort verfügbare Jobs bedeuten, dass wir uns in einem klaren Arbeitnehmermarkt befinden. Unternehmen müssen sich jetzt als attraktive Arbeitgeber positionieren, während qualifizierte Fachkräfte wieder aus dem Vollen schöpfen und ihre Karrierewege in der Region aktiv gestalten können.

Aus- & Weiterbildung

Weiterbildung in Teilzeit 2026: Wer zögert, geht leer aus. image
Aus- & Weiterbildung

Weiterbildung in Teilzeit 2026: Wer zögert, geht leer aus.

Du willst Dich weiterbilden, ohne Deinen Job aufzugeben? Dann zählt ab jetzt jede Woche. Seit 8. Juni 2026 ist die alte Bildungsteilzeit Geschichte. An ihre Stelle tritt die Weiterbildungsteilzeit – mit höheren Hürden, einem gedeckelten Budget und ohne Rechtsanspruch. Wer zu lange überlegt, verliert: nicht den Job, aber die Förderung.Die Idee bleibt dieselbe: Arbeitszeit reduzieren, sich qualifizieren, einen Teil des Verdienstentfalls vom AMS ersetzt bekommen. Nur die Spielregeln sind strenger. Worauf es jetzt ankommt – und warum Tempo zählt.Das ändert sich konkretZwölf Monate Vorlauf: Die Förderung gibt es nur, wenn Du mindestens zwölf Monate ununterbrochen beim aktuellen Arbeitgeber vollversicherungspflichtig beschäftigt warst. Früher reichten sechs.Vier Jahre für Akademiker: Mit abgeschlossenem Master- oder Diplomstudium brauchst Du vier Jahre vollversicherungspflichtige Beschäftigung – davon zwölf Monate beim aktuellen Betrieb.Arbeitszeit klar geregelt: Du reduzierst zwischen 25 und 50 Prozent Deiner Normalarbeitszeit. Unter zehn Wochenstunden darfst Du dabei nicht fallen.Mehr Lernnachweis: Mindestens zehn Stunden pro Woche in Präsenz oder Live-Online, beim Studium zehn ECTS pro Semester. Mit Betreuungspflichten für Kinder unter sieben Jahren sind es acht Stunden bzw. acht ECTS.Sperrfrist nach der Karenz: Direkt aus der Elternkarenz in die geförderte Weiterbildungsteilzeit? Geht nicht mehr. Dazwischen müssen 26 Wochen liegen.150 Millionen – und dann ist SchlussDie brisanteste Änderung steht nicht bei den Voraussetzungen. Sie steht im Budget.Für Weiterbildungszeit und Weiterbildungsteilzeit zusammen stehen dem AMS bundesweit maximal 150 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung. Mehr nicht.Für Dich heißt das: First come, first served. Plane Deine Höherqualifizierung, stelle den Antrag rechtzeitig über MeinAMS – und schiebe ihn nicht auf die lange Bank. Ist der Topf leer, gibt es keinen Cent mehr. Einen Rechtsanspruch auf die Förderung hast Du nämlich nicht.

Tirols Lehrstellen-Dilemma: Warum Jugendliche die Lehre meiden image
Aus- & Weiterbildung

Tirols Lehrstellen-Dilemma: Warum Jugendliche die Lehre meiden

Tirols Wirtschaft hat ein Problem: Nie gab es mehr offene Lehrstellen – und nie weniger Jugendliche, die sie besetzen wollen. Im Februar 2026 standen 1.169 Ausbildungsplätze nur 465 Bewerber:innen gegenüber, während immer mehr junge Menschen auf höhere Abschlüsse setzen.Im Februar 2026 boten Tirols Betriebe 1.169 Lehrstellen an – ein Rekordplus von 11,1 % gegenüber dem Vorjahr. Doch nur 465 Jugendliche suchten eine duale Ausbildung. Gleichzeitig zeigt sich: Nur noch 40,3 % der arbeitslosen unter 25-Jährigen verfügen maximal über einen Pflichtschulabschluss. Die Folge: Während Akademiker:innen eine Arbeitslosenquote von nur 2,0 % genießen, fehlen Handwerk, Gastronomie und Handel dringend Nachwuchs. Besonders in Tourismus-Hochburgen wie Landeck (-17,5 % Arbeitslosigkeit) oder Schwaz (-4,4 %) werden viele Jobs nur saisonal besetzt, obwohl die Lehre dauerhafte Perspektiven bietet. Die Zahlen hinter dem TrendLehrstellen-Rekord: 1.169 offene Stellen, aber nur 465 Suchende (+5,7 %)Qualifikationslücke: Immer mehr Jugendliche wählen Matura oder StudiumRegionale Unterschiede: Landeck/Imst profitieren von Saisonkräften, Innsbruck (+6,1 %) und Kufstein (+2,0 %) kämpfen mit steigender ArbeitslosigkeitBranchen unter Druck:Bau: 4.259 Arbeitslose, aber viele Stellen unbesetztHandel: +2,3 % Arbeitslose, aber +32,6 % neue StellenGastronomie: +5,8 % Beschäftigte, doch meist saisonalmeinbezirk.atWarum das problematisch ist „Wir haben die Stellen, aber zu wenige passende Bewerber:innen“, warnt das AMS Tirol. Die duale Ausbildung gilt als Erfolgsmodell – doch ohne Nachwuchs drohen Betrieben langfristig leere Werkbänke und Küchen.Fazit: Zeit zum Umdenken Tirols Wirtschaft braucht eine Kehrtwende: weg von der Fixierung auf Saisonkräfte, hin zu einer Stärkung der dualen Ausbildung. Sonst geht der Region nicht nur Know-how verloren, sondern auch die Chance, junge Menschen langfristig zu binden.

Die Zukunft gestalten: Wie automation.eXpress in Fachkräfte von morgen investiert image
Aus- & Weiterbildung

Die Zukunft gestalten: Wie automation.eXpress in Fachkräfte von morgen investiert

Seit vergangenen Herbst ist Simon Hager der erste Lehrling bei automation.eXpress in Langkampfen, einem Unternehmen, das sich an der Spitze der Automatisierungstechnologie bewegt. Unter der Anleitung von Ausbilder Martin Pfluger taucht Simon in die faszinierende Welt der Mechatronik ein, mit einem besonderen Fokus auf Robotik und SPS. Dies markiert den Beginn einer ambitionierten Initiative des Unternehmens, hoch spezialisierte Fachkräfte für die Zukunft zu schulen.Bei automation.eXpress ist man es gewohnt, flexibel auf die Anforderungen des Marktes zu reagieren. Diese Anpassungsfähigkeit, eine Kernphilosophie des Unternehmens, prägt auch maßgeblich die hochwertige Ausbildung der Lehrlinge.Individuelle Förderung und Flexibilität in der AusbildungMartin Pfluger bringt diesen Ansatz deutlich zum Ausdruck: "Ein festes Schema für die Ausbildung gibt es bei uns nicht. Unsere Flexibilität erlaubt es uns, ganz individuell auf jeden Lehrling einzugehen und ihn in seinen Stärken zu fördern sowie seine Leidenschaften zu unterstützen. So können wir gezielt dort ansetzen, wo der Lehrling das größte Interesse und die stärksten Fähigkeiten hat." Diese maßgeschneiderte und reaktionsfähige Ausbildungsstrategie ermöglicht es Simon und zukünftigen Lehrlingen, ihre Ausbildung optimal zu gestalten und sich in Bereichen zu spezialisieren, die für ihre berufliche Laufbahn besonders relevant sind.Lernen im Herzen der TechnologieDie Ausbildung zum Mechatroniker für Automatisierung bei automation.eXpress ist tief in der Praxis verankert. Lehrlinge wie Simon arbeiten von Beginn an im Team mit erfahrenen Gesellen und lernen alle Arbeitsabläufe aus erster Hand. "Wir arbeiten nicht nur an typischen Lehrlingsaufgaben, sondern sind direkt in Projekte eingebunden", teilt Simon seine Erfahrungen. Besonders hervorgehoben wird der Zugang zu neuen Technologien, wie 3D-Druck und modernster Robotik, der den Lehrlingen einen Vorsprung in der Branche gibt.

Regionale Wirtschaft

3.000 Arbeitsplätze und 580 Unternehmen. Der Wirtschaftsfaktor Ebbs. image
Regionale Wirtschaft

3.000 Arbeitsplätze und 580 Unternehmen. Der Wirtschaftsfaktor Ebbs.

Ebbs ist klein. Seine Wirtschaft ist es nicht. 580 Betriebe. Rund 3.000 Arbeitsplätze. Acht Unternehmen unter den Top 100 des Bezirks Kufstein – das stärkste mit 136 Millionen Euro Umsatz. Und das alles in einer Gemeinde mit 6.000 Einwohnern. Beim Ebbser Unternehmertag wurde sichtbar, welche Kraft hinter diesen Zahlen steckt.Vom Messecharakter zum neuen FormatAngefangen hat alles mit der Businessmeile. Daraus wurden die Ebbser Wirtschaftstage – drei Jahre lang ein Erfolg. Doch das Format hatte Messecharakter und war nicht mehr zeitgemäß. Die Gemeinde wollte mehr und legte eine Pause ein.Drei Jahre später wurde neu gedacht. Der Leitsatz: Das Bessere ist der Feind des Guten. Im Vordergrund stand die Qualität, nicht die Fläche – und der Wunsch, den Unternehmen etwas zurückzugeben. Heraus gekommen ist der Ebbser Unternehmertag, am Freitag, 19. Juni, im Gasthaus Sattlerwirt.Acht Betriebe unter den Top 100Wie stark Ebbs als Wirtschaftsstandort ist, zeigt die Echo-Liste der 100 umsatzstärksten Unternehmen im Bezirk Kufstein. Acht davon sitzen in Ebbs. Viele davon suchen laufend Fachkräfte auf unterland.jobs. Hier geht’s zu den aktuellen Jobangeboten in Ebbs. Liste der 8 umsatzstärksten Unternehmen in Ebbs: 3con – Platz 18, 136 Mio. Euro Umsatz, 747 BeschäftigteTirolia Spedition – Platz 23, 99,5 Mio. Euro Umsatz, 90 BeschäftigteRecon Europe GmbH – Platz 30, 92 Mio. Euro Umsatz, rund 100 Beschäftigte (allein am Standort Ebbs)PeakLogistics – Platz 55, rund 47 Mio. Euro Umsatz, 52 BeschäftigteUnternehmensgruppe Freisinger – Platz 73, rund 33 Mio. Euro Umsatz, 165 BeschäftigteTransportex – Platz 85, rund 30 Mio. Euro Umsatz, 33 BeschäftigteGKI Sanitär-Vertriebs GmbH – Platz 92, rund 28 Mio. Euro Umsatz, 33 BeschäftigteKleen-Tex Industries GmbH – Platz 99, rund 25 Mio. Euro Umsatz, 29 BeschäftigteQuelle: Echo Top 100, Bezirk KufsteinEbbs ist mehr als die GroßenDoch Ebbs ist mehr als seine Top-100-Betriebe. Viele kleinere Unternehmen tragen den Namen der Gemeinde weit hinaus: Handwerk, Gastronomie, Dienstleistung. Unzählige Unternehmen, die Kunden weit außerhalb von Ebbs haben. Bekannte Wirtshäuser wie der Sattlerwirt, der Oberwirt, der Unterwirt oder die Aschinger Alm locken zudem jährlich Tausende Feinschmecker an. Sie machen Ebbs für viele erst zu Ebbs.280 der 580 Ebbser Betriebe beschäftigen Personal. Unterm Strich arbeiten hier mehr Menschen, als im erwerbsfähigen Alter leben – das macht Ebbs zur Einpendler-Gemeinde. Der Standort zieht Arbeitskräfte aus der ganzen Umgebung an und wird zudem immer beliebter als Wohnort mit hervorragender Infrastruktur.

Novo Holdings erwirbt Mehrheit an Single Use Support aus Kufstein image
Regionale Wirtschaft

Novo Holdings erwirbt Mehrheit an Single Use Support aus Kufstein

Die dänische Firma Novo Holdings erwirbt mit 60% die Mehrheit am Kufsteiner Unternehmen Single Use Support und stärkt das Unternehmen beim weiteren Wachstum auf globaler Ebene. Das vor sieben Jahren von Johannes Kirchmair und Thomas Wurm gegründete Unternehmen Single Use Support hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einem verlässlichen globalen Player in der Biopharmaindustrie entwickelt und beliefert die größten Unternehmen der Branche. Kunden aus der ganzen Welt vertrauen auf die innovativen Prozesslösungen des Unternehmens aus Tirol.Kurs auf globales WachstumMit Jahreswechsel hatten sich die beiden Gründer aus dem operativen Geschäft zurückgezogen. Die Leitung wurde an den neuen CEO Christian Praxmarer übergeben, der bereits mehrere Jahre in verschiedenen Führungsrollen im Unternehmen tätig war. Ebenso markierte die Eröffnung des neuesten Standorts in den USA im März 2024 einen Meilenstein für weitere Expansion im amerikanischen Markt.Der nächste wichtige Schritt rund um das stetig wachsende Team bei Single Use Support wird nun gesetzt. Der neue Mehrheitseigentümer Novo Holdings unterstützt den gemeinsamen Ausbau einer stärkeren globalen Präsenz, mit Fokus auf die Zielmärkte USA und Asien.Verlässlicher Partner für die ZukunftJohannes Kirchmair und Thomas Wurm werden weiterhin einen Minderheitenanteil am Unternehmen halten: „Mit Novo Holdings haben wir einen langfristigen und stabilen Partner mit an Bord holen können. Wir freuen uns, den weiteren Erfolg zukünftig aus unserer Beraterperspektive begleiten zu dürfen.“Die starke Nachfrage nach Firmenanteilen bei Single Use Support betonte die Wichtigkeit eines zuverlässigen Partners bereits im Vorfeld. Novo Holdings wurde dabei bewusst als neuer Partner gewählt, da die Verbindung mit der Industrie als besonders vielversprechend gilt.Johan Hueffer, Senior Partner, Principal Investments, Novo Holdings, fügt hinzu: Wir freuen uns, den Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an Single Use Support, einem führenden Anbieter von fortschrittlichen Flüssigkeitsmanagementlösungen, bekannt zu geben. Diese Transaktion stellt eine wichtige und ergänzende Erweiterung unseres schnell wachsenden Portfolios an Life-Science-Tools und -Diagnostika dar und ist unsere erste Mehrheitsbeteiligung in der DACH-Region, einem wichtigen Zentrum für Life Sciences. Diese Investition unterstreicht auch unser Engagement, führende Therapien und Technologien im Gesundheitswesen voranzutreiben.“ Single Use Support beschäftigt mittlerweile fast 200 Mitarbeiter an seinen Standorten in Kufstein, Hall in Tirol sowie Lexington, Massachusetts (USA). Das Unternehmen setzt auch in Zukunft seinen Expansionskurs fort und ist laufend auf der Suche nach neuen Mitarbeitern, um Innovationen in der Branche voranzutreiben.

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Regionale Wirtschaft

Arbeitsmarktimpuls: Novartis investiert in Tirol und schafft weitere 350 Arbeitsplätze

Mit einer zukunftsweisenden Investition von rund 500 Millionen Euro in die Biopharmazeutika-Produktion in Tirol setzt Novartis ein starkes Signal für Wachstum und Innovation. Dieser Kapitaleinsatz mündet in zwei hochmodernen Zellkulturanlagen, eine in Schaftenau und eine in Kundl, und bringt einen bedeutenden Beschäftigungsschub für die Region: 350 neue Arbeitsplätze entstehen im Zuge dieses Ausbaus.350 Neue Chancen: Arbeitsmarktbelebung durch NovartisNovartis stärkt seine Präsenz in Österreich mit einer Gesamtinvestition von etwa 500 Millionen Euro, die auf den Ausbau der Biopharmazeutika-Produktion an zwei Standorten in Tirol – Schaftenau und Kundl – abzielt. Diese gezielten Investitionen sind Teil der strategischen Ausrichtung des Unternehmens und unterstreichen sein Engagement, die Versorgung mit innovativen Medikamenten zu optimieren. Die Anlage in Schaftenau wird bereits im Sommer 2024 ihren Betrieb aufnehmen, während die Anlage in Kundl für Herbst 2025 geplant ist. Insgesamt werden durch diese Expansion 350 neue, qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen.Kundl und Schaftenau: Zwei Orte, Eine VisionDie beiden Standorte Kundl und Schaftenau werden durch die neuen Anlagen zu einem der führenden Biotechnologie-Hubs in Europa aufgewertet. Die hochautomatisierten Produktionsstätten werden monoklonale und biospezifische Antikörper sowie andere Zellkulturprodukte herstellen, wodurch die bestehenden Kapazitäten signifikant erweitert werden. Im Einklang mit den Zielen der Nachhaltigkeit werden die neuen Anlagen zudem energieeffizient betrieben, mit einem um 40 % reduzierten Wärmeenergie- und 25 % geringeren Stromverbrauch.Video zum Standort Kundl

Tiroler Erfolgsgeschichten

Tipps für Tiroler Arbeitgeber

Gehaltsangabe: Ein Schlüssel zum Erfolg im Talentwettbewerb image
Tipps für Tiroler Arbeitgeber

Gehaltsangabe: Ein Schlüssel zum Erfolg im Talentwettbewerb

In Österreichs dynamischem Arbeitsmarkt sind Gehaltsangaben in Stellenanzeigen unverzichtbar, doch 30 Prozent der Anzeigen lassen diese entscheidende Information aus. Dies führt zu einem Rückgang bei den Bewerbungen und benachteiligt Unternehmen im Wettbewerb um qualifizierte Talente.Transparenz als WettbewerbsvorteilGehaltsangaben stehen für Transparenz und Fairness. Christian Mey, Geschäftsführer von unterland.jobs, betont: „Eine transparente Gehaltsangabe zieht die besten Kandidaten an und fördert Vertrauen.“ Die Angst einiger Arbeitgeber vor festgelegten Verhandlungsspielräumen oder dem Abschrecken von Bewerbern mit höheren Gehaltserwartungen wiegt nicht die Vorteile klarer Gehaltsinformationen auf. Gehalt ist nach wie vor der Hauptgrund für Stellenwechsel, und Anzeigen mit Gehaltsangaben erhalten mehr Aufmerksamkeit und Bewerbungen. Effizienzsteigerung im RecruitingKlare Gehaltsangaben verbessern den Rekrutierungsprozess durch eine effizientere Vorauswahl, da sie sicherstellen, dass die Erwartungen beider Parteien übereinstimmen. Dies spart wertvolle Zeit und Ressourcen.Fazit: Eine Notwendigkeit für moderne ArbeitgeberGehaltsangaben sind mehr als eine gesetzliche Pflicht; sie sind essenziell für eine transparente und effektive Personalstrategie. Christian Mey unterstreicht: „Die Offenlegung des Gehalts schafft Vertrauen und zieht Talente an.“ Unternehmen, die dies umsetzen, positionieren sich als attraktive Arbeitgeber und sichern sich einen Vorteil im Kampf um die besten Talente.

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Tipps für Tiroler Arbeitgeber

4.000 Chancen warten: Pensionist/innen als unerschlossenes Potenzial für dein Unternehmen

In einer Zeit, in der der Fachkräftemangel zum allgegenwärtigen Problem wird, bietet sich eine unerwartete Lösung an: Pensionist/innen, die bereit sind, ihre Erfahrung und ihr Wissen zurück in die Arbeitswelt zu bringen. Besonders in den Bezirken Kufstein, Kitzbühel und Schwaz steht ein Pool von rund 4.000 erfahrenen Arbeitskräften zur Verfügung, eine Chance, die Unternehmen nicht ungenutzt lassen sollten.Ein Trend zeichnet sich abImmer mehr Pensionierte zeigen Interesse an Teilzeitarbeit, angetrieben von dem Wunsch, aktiv zu bleiben und ihre Expertise weiterzugeben. Dieses wachsende Interesse trifft auf eine Wirtschaft, die dringend nach erfahrenen Kräften sucht. Doch wie finden diese beiden Welten zueinander?unterland.jobs schafft VerbindungenDie Antwort liefert unterland.jobs mit einer innovativen Initiative: Eine spezielle Jobrubrik für Pensionist/innen. Diese Plattform erleichtert es Unternehmen, ihre Stellenangebote gezielt an diese erfahrenen Arbeitskräfte zu richten und so von einem bisher ungenutzten Potenzial zu profitieren.Nutze die GelegenheitAgile Unternehmen stehen jetzt vor einer einzigartigen Gelegenheit, sich einer zukunftsweisenden Bewegung anzuschließen. Die Integration von pensionierten Talenten in das eigene Team bietet nicht nur die Chance, einen bedeutenden Erfahrungs- und Wissensschub zu erhalten, sondern setzt auch ein klares Signal gegen Altersvorurteile und fördert aktiv die Vielfalt am Arbeitsplatz.Ein Zeichen setzenDie Sonderaktion von unterland.jobs ist damit mehr als eine Jobvermittlung; sie ist ein Statement dafür, dass Erfahrung und Engagement keine Frage des Alters sind. Es ist ein Schritt, um den Fachkräftemangel anzugehen und ein inklusiveres Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem jeder, unabhängig vom Alter, wertvolle Beiträge leisten kann."Unternehmen sollten jetzt aktiv werden, die Türen weit öffnen und die unschätzbare Erfahrung der Pensionierten willkommen heißen. Es ist eine einmalige Chance, Teams mit dem Fachwissen von ungefähr 4.000 engagierten Pensionisten im Tiroler Unterland zu bereichern", unterstreicht Christian Mey, Geschäftsführer und Senior Recruiter von unterland.jobs im Gespräch.

Arbeitgeber im Fokus

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Arbeitgeber im Fokus

1.000 Arbeitsplätze für Kirchbichl: Balmung baut HorizonQuarter

Auf einer ehemaligen Industriebrache in Kirchbichl entsteht ein Großprojekt, das den regionalen Arbeitsmarkt nachhaltig prägen wird: Das „HorizonQuarter“ soll in der Endausbaustufe Raum für bis zu 1.000 Arbeitsplätze bieten. Hinter der Investition von über 110 Millionen Euro steht das Tiroler Familienunternehmen Balmung Medical Gruppe. Mit der Fertigstellung der ersten Logistikhalle und dem Baustart des markanten Bürokomplexes rückt das primäre Ziel des Unternehmens näher: Management, Verwaltung und Logistik sollen künftig an einem zentralen Standort verschmelzen.Strategischer Impuls für den WirtschaftsstandortDie massive Zentralisierung stärkt das Tiroler Unterland als Knotenpunkt der Gesundheitsbranche. Für Engelbert Leobacher, geschäftsführender Gesellschafter von Balmung, ist das Projekt ein zentraler Baustein, um „die internationale Expansionsstrategie langfristig zu sichern“. Durch die Zusammenlegung der Kernbereiche verankert das Unternehmen ein logistisches Schwergewicht im internationalen Medizinhandel fest in der Region.Auch von politischer Seite wird diese Entwicklung gestützt: Laut Landeshauptmann Anton Mattle schaffe das Vorhaben „hochwertige und zukunftssichere Arbeitsplätze in der Region“ und stärke Tirol nachhaltig als Life-Science-Standort.Nach Angaben von Balmung fließen neben den reinen Betriebsabläufen auch forschungsnahe Projekte und neue Gesundheitsinitiativen in das Konzept ein. Für den lokalen Arbeitsmarkt bedeutet das eine spürbare Erweiterung: Neben klassischen Lagerberufen entsteht ein breiter Mix aus qualifizierten Positionen in Logistik, Management und Entwicklung.

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Frauen in der Technik: Wie SPIEGLTEC in Tirol Barrieren abbaut

In einer Branche, die noch immer von Männern dominiert wird, setzt der Tiroler Generalplaner SPIEGLTEC auf gelebte Chancengleichheit. Zum Internationalen Frauentag zeigt das Unternehmen, wie flexible Arbeitsmodelle und Mentoring mehr Frauen für technische Berufe begeistern – direkt vor der Haustür.„Hier zählt Kompetenz, nicht das Geschlecht“ Magdalena Hohlrieder arbeitet als Process & Mechanical Engineer am Standort Kundl und weiß: „Bei uns entscheidet Engagement, nicht das Geschlecht.“ Sie schätzt besonders die individuellen Arbeitszeiten und Homeoffice-Optionen, die ihr helfen, Beruf und Privatleben zu vereinen. „Als Frau in der Technik braucht es Vorbilder – und genau die finden junge Kolleginnen hier.“Flexibilität macht’s möglich Christine Skrabl, alleinerziehende Mutter und Ingenieurin in Brixlegg, bestätigt: „Ohne flexible Arbeitsmodelle wäre mein Job als Vollzeit-Ingenieurin kaum möglich. Hier kann ich Familie und Karriere unter einen Hut bringen – und das in einem Umfeld, das mich fördert.“Vorbilder schaffen Perspektiven Mit einem Frauenanteil von 22 Prozent liegt SPIEGLTEC über dem Branchendurchschnitt. Doch das Unternehmen will mehr: „Wir setzen auf frühe Förderung, etwa durch Schulkooperationen und den Girls’ Day“*, sagt Geschäftsführer Christian Peintner. Ziel ist es, traditionelle Rollenbilder aufubrechen und Mädchen schon früh für MINT-Berufe zu begeistern.Warum das wichtig ist22 % Frauenanteil – ein guter Start, aber noch ausbaufähig.Flexible Arbeitszeiten und Mentoring stärken langfristige Karrieren.Initiativen wie der Girls’ Day machen Technik für junge Frauen erlebbar.Fazit: SPIEGLTEC beweist, dass Technik auch in Tirol kein Männerberuf sein muss – wenn Vertrauen, Förderung und moderne Arbeitsbedingungen stimmen.